Kita/Schule

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Wie die Welt von morgen aussehen wird, hängt in großem Maß von der Einbildungskraft jener ab, die gerade jetzt lesen lernen. (Astrid Lindgren)

Nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz und nach dem Schulgesetz NRW haben Kinder aus Asylbewerberfamilien ein Recht auf die Aufnahme und Teilnahme in unseren Bildungseinrichtungen.

Mit allen 16 Kindertagesstätten hat das Städtische Jugendamt über die wachsende Anzahl von Kindern aus Flüchtlingsfamilien gesprochen. Gerade die Kinder sind es, die unter der Verfolgung und Vertreibung aus ihrer gewohnten Umgebung, oftmals auch aus ihren engen Familienbezügen, heraus gerissen werden. Eine Schutz gebende und verstehende Betreuung ist elementar wichtig, auch um die deutsche Sprache möglichst schnell zu erlernen.

Im Rahmen ihrer Möglichkeiten haben sich die Einrichtungen gerne bereit erklärt, Kinder aus Flüchtlingsfamilien aufzunehmen. Über die richtige Einrichtung sowie Art und Umfang der Aufnahme kann nur im Einzelfall entschieden werden.

Alle Kinder unterliegen grundsätzlich der Schulpflicht. Die Grundschulen nehmen die Kinder in der Regel direkt auf. Kinder dieses Alters erlernen die deutsche Sprache und die Regeln der Schule am leichtesten dort, im gemeinsamen Unterricht mit Gleichaltrigen.

Für die älteren Kinder wurde am Paul-Klee-Gymnasium eine sogenannten Vorklasse eingerichtet. Mit besonderen Materialien und Methoden werden die Kinder durch eine ausgebildete Fachlehrerin an die deutsche Sprache und das deutsche Schulleben herangeführt. Nach und nach wechseln die Schüler ihrem Lernfortschritt entsprechend in den normalen Unterricht der Schulen. Die Festlegung, welches Kind aufgenommen wird erfolgt über das Kommunale Integrationszentrum für den RBK.

Nach der Schule bieten die Offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen (Träger ist der katholische Pfarrverband Overath) Freizeitmöglichkeiten an. Die am Vormittag erlernten Kenntnisse können also sofort mit Gleichaltrigen erprobt und vertieft werden.

Alle Akteure im Umfeld der Kinder und Jugendlichen haben sich zu einem eigenen „Runden Tisch“ zusammengefunden, um die speziellen Bedürfnisse und Wünsche der jungen Menschen einerseits sowie die Ideen und auch Möglichkeiten der Träger der Jugendhilfe sowie der Schulen andererseits,  zu diskutieren und weiterzuentwickeln.