Arbeitsverbot

arbeit verboten

Dürfen Asylbewerber eigentlich arbeiten? Alle? Sofort? Erhalten Sie Arbeitslosenunterstützung, wenn sie keinen Job haben? Müssen Sie soziale Arbeiten tätigen? Fragen, auf die es eindeutige Antworten gibt.

 

Die Wartefrist für die Arbeitserlaubnis endet für Asylbewerber mit Aufenthaltsgestattung und für Flüchtlinge mit Duldung nach den ersten drei Monaten des Aufenthalts. Danach besteht für beide Gruppen grundsätzlich ein nachrangiger Arbeitsmarktzugang, d. h. weiterhin muss für eine konkrete Beschäftigung eine Erlaubnis bei der Ausländerbehörde beantragt werden, die wiederum die Agentur für Arbeit um Zustimmung anfragen muss. Für eine Zustimmung wird die sog. Vorrangprüfung durchgeführt: Zustimmung nur, wenn keine deutschen oder EU-Bürger für die konkrete Beschäftigung arbeitsuchend gemeldet und vermittelbar sind. Die Vorrangprüfung entfällt spätestens nach einem 15monatigen Aufenthalt oder früher, wenn die Flüchtlingseigenschaft anerkannt wird.
Flüchtlinge haben das Recht auf Unterstützung durch die Agentur für Arbeit, insbesondere auf Beratung und Vermittlung, sobald kein Arbeitsverbot mehr vorliegt.
Flüchtlinge, die einen Asylantrag gestellt oder eine Duldung erhalten haben und bedürftig sind, erhalten Sozialleistungen nach dem „Asylbewerberleistungsgesetz“.